Zeitgemäße Schmerztherapie

Rote 3D Buchstaben, die die Worte "I am in a lot of pain" bilden, umgeben von Pillen auf einer schwarzen Oberfläche.

Schmerzen und Schmerztherapie

Schmerz ist nach der aktuellen Definition derIASP eine unangenehme Sinnes- und Gefühlserfahrung, eine äußerst komplexe Antwort des gesamten Nervensystems auf aktuelle, potenzielle oder auch vermutete Bedrohungen. Die Ansichtsweise, dass bei Schmerzen zwangsweise etwas im Körper “kaputt” ist oder “nicht richtig funktioniert”, ist weder bei akuten noch bei persistierenden (anhaltenden oder immer wiederkehrenden) Schmerzen haltbar.

Moderne schmerzmedizinische Konzepte wie Explain Pain (Schmerzen Verstehen) und Graded Motor Imagery des Neuro Orthopedic Institute (Prof. Lorimer Moseley und Dr. David Butler) ermöglichen eine umfassende, patientenindividuelle Herangehensweise, was sich in gründlicher Anamnese und Befundung nach biopsychosozialen Gesichtspunkten, sowie in einer aktiven, ressourcenorientierten Therapie wiederspiegelt.

Die Grundlage meines Therapieansatzes für ausnahmslos alle Schmerzpatient*inn*en ist die Förderung einer gesunden Selbstregulationsfähigkeit über atemtherapeutische, achtsamkeitsbasierte und bewegungstherapeutische Verfahren, die eine aktive Auseinandersetzung mit dysfunktionalen Mustern in eben diesen Bereichen beinhaltet.

Je nach Beschwerdebild und je nach dem, inwiefern periphere Strukturen wie Muskulatur, Faszien, Gelenke, innere Organe, etc. in das Schmerzgeschehen involviert sind oder es vielleicht sogar antreiben, kommen hands-on Techniken, die lokale Schallwellentherapie mit dem Novafon und das bewährte dry needling/Akupunkturzum Einsatz. Auch der Zustand des Darms sollte mit berücksichtigt werden, z.B. kann eine niedriggradige systemische Entzündung durch eine Fehlbesiedelung oder einen leaky gut am Laufen gehalten werden

An dieser Stelle seien die SeitenTame the Beast sowie Pain Revolution (englisch) sehr empfohlen, um bestehende, veraltete und nicht nützliche Konzepte zu Schmerz auf sehr kreative Weise zu hinterfragen, und schrittweise von der Überzeugung abzurücken, “total kaputt” zu sein oder “nichts mehr machen” zu können.